Sonntag, 14. Juli 2024
Notruf: 112

Feuerwehren im Kreis durch Sturmtief gefordert

Am Freitagabend zog das Sturmtief Zeynep mit teils orkanartigen Böen über den Rhein-Erft-Kreis hinweg und sorgte für mehrere hundert Einsätze der Feuerwehren im Kreis.

Bereits im laufe des Nachmittags wurden erste Einheiten im Zusammenhang mit dem Sturmtief alarmiert. Seinen Höhepunkt erreichte der Sturm zum Abend hin, so dass zu spitzenweise rund 400 Einsatzkräfte im Einsatz waren. Bis zum Samstagmorgen wurden etwas mehr als 300 Einsatzstellen abgearbeitet. Durch die Feuerwehren wurden die kommunalen Koordninierungsstellen in Betrieb genommen, um die unwetterbedingten Einsätze in der Kommune zu koordinieren. Überwiegend stürzten Bäume auf Straßen oder drohten durch den Wind umzufallen. Die Bäume wurden von den Straßen entfernt und die Einsatzstellen abgesichert. Auch drohten Flachdächer abgedeckt zu werden oder waren dies zum Teil schon. Im Rhein-Erft-Kreis wurden keine Personen im Zusammenhang mit dem Sturm verletzt.

In Bergheim wurden gegen 18:40 Uhr eine Mutter und ihre zwei Kinder in ihrem PKW von einer großflächig abgehobenen Dachpappe begraben und in ihrem Fahrzeug eingeschlossen. Durch die eingesetzten Einsatzkräften wurde die Dachpappe vom PKW entfernt und die Personen befreit. 

Die Feuerwehr Pulheim wurde gegen 21:30 Uhr auf die B59 in Höhe Stommeln alarmiert. Dort legte sich eine große, von einem Feld aufgewirbelte Folie über sämtliche Fahrspuren. Daher musste diese in beide Fahrtrichtungen zwischen Stommeln und Rommerskirchen über mehrere Stunden gesperrt werden. Auch aufgrund der Eigensicherung der Kräfte waren an dieser Einsatzstelle mehrere Feuerwehrfahrzeuge gebunden. Gegen 02:00 Uhr konnte auch dort das letzte Fahrzeug die Einsatzstelle verlassen.

Auch am Samstagmorgen kam es zu weiteren Sturmeinsätzen im Kreisgebiet. Hier waren überwiegend die hauptamtlichen Wachen gefordert.